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Aktive Gründungsmitglieder 1929
Ein Blick in die neue Turnierhalle

Geschichte

Nachfolgend in Stichworten die Geschichte des Reitervereins Wiesental (zusammengestellt anläßlich des 75-jährigen Jubiläums im Jahre 2004).

 

1913 Gründung eines Kavallerie-Vereins in Wiesental durch einige pferdebegeisterte Freunde, die ihren Wehrdienst bei der berittenen Truppe abgeleistet haben unter Vorsitz von Leo Amann.
1929 Im Mai wird im Gasthaus ‘Zum Ritter’ offiziell der Kavallerie-Reiterverein Wiesental gegründet (1. Vorsitzender Dr. Andreas Fischer, 2. Vorsitzender Leo Amann). Als Vereinszweck wird festgeschrieben, ‘die Pferdezucht zu heben und zu fördern und den Fahr- und Reitsport zu pflegen’. Als erster Reitplatz dient der Garten von Dr. Fischer in der Oberdorfstraße.
1932 Dr. med. vet. Franz Leier wird 1. Vorsitzender. Am 3.7.1932 findet das erste Reitturnier auf dem eigenen Gelände statt (in der Nähe des heutigen Hundesportplatzes).
1933 Im Zuge der ‘Gleichschaltung’ durch die NSDAP wird auch der Reiterverein mit Reitsportlern der umliegenden Gemeinden zwangsweise in einen SA-Reitersturm eingegliedert. DieVereinsaktivitäten kommen praktisch zum Erliegen.
1945 Nach Kriegsende und dem Zusammenbruch des Naziregimes gilt die Sorge der Menschen zunächst dem nackten Überleben. In den ersten Nachkriegsjahren sind auch die Reitvereine verboten.
1949 Unter dem neuen Namen ‘Reit- Fahr- und Pferdezuchtverein Wiesental’ wird im Mai 1949 im Gasthaus ‘Zum Grünen Baum’ der Reiterverein unter dem Vorsitz von Dr. med. vet. Hillenbrand wiedergegründet. Erster öffentlicher Auftritt der Wiesentaler Reiter am 15. Mai beim örtlichen Sommertagszug. Auf dem zugewiesenen Vereinsgelände im Bannwald (in der Nähe des heutigen Baggersees von Dr.Bauer) wird mit viel Muskelkraft und dem Einsatz der Pferde ein Reitplatzes hergerichtet.
1949 Erstes Reitturnier am 3.9. auf dem neuen Terrain mit einem Festzug und zahlreichen Siegen und Platzierungen für die einheimischen Reiter und Fahrer.
1954 Unter dem 1. Vorsitzenden Fritz Kremer wird das 25-jährige Jubiläum im großen Rahmen mit den Ortsvereinen gefeiert, die Sommerturniere dieser Jahre finden auf dem Sportplatz des TSV beim Fanfarenheim statt.
1956 Nach langen Verhandlungen mit der Gemeinde Wiesental und den Forstbehörden gelingt es dem 1.Vorsitzenden Leo Amann endlich das heutige Vereinsgelände am Waldrand zu erhalten.
1957 Das erste Turnier auf dem neu angelegten Reitplatz findet statt.
1958 Der Rohbau für ein Gerätehaus mit Richterturm ist fertiggestellt.
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1959 Unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Wilhelm Poppe wird das Gerätehaus verputzt, das seine erste Bewährungsprobe beim Ringturnier des Reiterrings Hardt vom 5. bis 6.9.1959 besteht.
1960 Mit dem damals 27-jährigen Reinhold Zimmerer als neuem 1. Vorsitzenden beginnt für den Reiterverein eine neue, höchst erfolgreiche Ära. Zimmerer führt den Verein über 40 Jahre lang und fast alle wichtigen Baumaßnahmen fallen in diese Zeit.
1962 Am 14.7. wird der Reiterverein Wiesental offiziell in das Vereinsregister beim Amtsgericht Philippsburg eingetragen. Zwischen Juni und August wird in Tag- und Nachtarbeit die erste Reithalle mit einer Reitfläche von 20 x 40 Meter erstellt (Einweihung im März 1963 mit einem Ringlehrgang). Vom 18. bis 19.8. findet in Wiesental das 6. Badische Landesturnier unter der Schirmherrschaft des baden-württembergischen Landwirtschaftsministers Leibfried statt.
1964 In der Wiesentaler Reithalle findet über Ostern das erste Hallenturnier statt.
1966 Beginn der Bauarbeiten an der Gaststätte mit Jugendräumen und sanitären Anlagen, die neue Reithalle erhält einen Stallanbau.
1969 Anläßlich des 40-jährigen Jubiläums wird der Reiterverein Wiesental erneut mit der Ausrichtung eines Landesturniers betraut (erstmalig mit Prüfungen der Kategorie A). Möglich war dies, weil die Gemeinde Wiesental durch Waldtausch dem Reiterverein erhebliches Gelände für zwei neue Dressurvierecke sowie einen Abreiteplatz zur Verfügung gestellt hatte. Beim Turnier in Brühl gewinnt der 19-jährige Egon Zimmerer mit dem Hannoveraner Fuchswallach ‘Pascha’ das erste S-Springen für den Reiterverein Wiesental. Am 11.10. stirbt unser Ehrenvorsitzender Leo Amann im Alter von 78 Jahren.
1971 Beim Wiesentaler Sommerturnier steht erstmals eine Springprüfung der Klasse S und eine mittelschwere Dressur auf dem Programm.
1974 Das Mächtigkeitsspringen feiert seine Premiere in Wiesental.
1975 Die Bauarbeiten für ein großes und modernes Stallgebäude beginnen und bereits im Jahr darauf ist das neue Gebäude mit 30 Boxen und Ständern, einer Einliegerwohnung sowie einem großen Heulager in Eigenarbeit fertiggestellt. Beim Sommerturnier wird die nordbadische Meisterschaft ausgetragen.
1977 Ab Juni ist das Stallgebäude an FN-Reitlehrer Anton Zimmerer verpachtet, der wenige Monate später vom Hauptverband in Warendorf die Anerkennung als Lehrbetrieb erhält.
1978 Das mittlerweile auf 4,5 Hektar angewachsene Gelände des Reitervereins wird komplett eingezäunt. Beim Mammut-Sommerturnier in diesem Jahr mit über 700 gemeldeten Pferden holt Lokalmatador Egon Zimmerer mit der Holsteiner Stute ‘Lagune’ einen weiteren S-Sieg und steht am Ende der Saison auf Platz eins der baden-württembergischen Rangliste.
1979 Das Jubeljahr zum 50-jährigen Bestehen wird mit einem großen Festbankett in der Reithalle während des Sommerturniers gefeiert. Im September schafft Egon Zimmerer in Altensteig den 10. S-Sieg und erhält das ‘Goldene Reitabzeichen’.
1982 Nach einer kurzen Pause ist beim Augustturnier wieder ein S-Springen ausgeschrieben, ein Jahr später stehen zwei ‘S’ und ein ‘SB’ auf dem Programm.
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1984 Erster baden-württembergischer Meistertitel für den 18-jähringen Achim Machauer mit ‘Argus’ bei den  Junioren-Springreitern.
1986 Achim Machauer holt während seiner Bundeswehrzeit bei der Warendorfer Sportfördergruppe in Höhr-Grenzhausen seinen ersten Sieg in der Klasse S. Im darauffolgenden Jahr wird er erneut Landesmeister, diesmal in der Altersklasse der ‘Jungen Reiter'.
1987 Beim Pfingstturnier in Forst schafft Achim Machauer mit seiner Stute ‘Lousanne’ den 10. Sieg in der schweren Klasse und damit das ‘Goldene Reitabzeichen’.
1989 Der Anbau am Richterturm wird fertiggestellt und das Dressurviereck wird auf 20 x 60 Meter vergrößert und mit festen Richterhäuschen ausgestattet.
1991 Erste S-Dressur in Wiesental, 1992 Dressur bis St.Georg.
1993 Baubeginn der zweiten Reithalle mit einer Reitfläche von 25 x 38 Metern.
1994 Beim Hallenturnier über Ostern stehen in der neuen Halle erstmals Prüfungen der Kat.A auf dem Programm. Beim Sommerturnier feiert die Intermédiaire-I-Dressur ihre Premiere. Jessica Simon holt mit der Stute ‘West Point’ die Landesmeisterschaft der Junioren-Springreiter und wenige Wochen danach die Bronce-Medaille bei der Deutschen Meisterschaft.
1995 Offizielle Einweihung der neue Reithalle mit einer Hengstvorstellung des Gestüts Dobel. Im August stehen erstmals Qualifikationsprüfungen zum Bundes-Championat des Deutschen Dressurpferdes auf dem Turnierprogramm, ebenso im Jahr darauf.
2002 Im Frühjahr gibt der 1. Vorsitzende Reinhold Zimmerer, im Alter von knapp 70 Jahren, sein Amt an den langjährigen 2. Vorsitzenden, Wolfgang Wittmer, ab. Für seine über 40-jährige Arbeit in verantwortlicher Position wird Reinhold Zimmerer von den Mitgliedern zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Am 13. Juni verwüstet ein Feuer das Stallgebäude und den darüberliegendem Heuboden. Glücklicherweise bleiben Mensch und Tier unverletzt und nach ein paar Wochen können die Pferde wieder in einen vollständig renovierten Stall einziehen. Beim Wiesentaler Sommerturnier wird erstmals ein Zwei-Sterne-S-Springen ausgetragen.
2003 Wechsel des Stallpächters: auf Anton Zimmerer, der seinen Betrieb aus Altersgründen aufgibt, folgen Vera und Dieter Schmitt, die einen Pensions- und Ausbildungsstall betreiben. Beim Mächtigkeitsspringen zu Pfingsten in Zeiskam erzielt Achim Machauer mit ‘Pamino’ den 50. S-Sieg.
2004 Das Jubeljahr beginnt mit einem Paukenschlag: beim Wiesentaler Hallenturnier wird erstmals ein S-Springen ausgetragen. Das Turnier im August bietet im sportlichen Bereich vier S-Springen und eine S-Dressur, außerdem steht ein Feldgottesdienst mit Pferdesegnung auf dem Programm. Anfang Oktober findet ein Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder statt und am 23. desselben Monats wird ein großer Ehrenabend in der Wiesentaler Wagbachhalle mit rund 600 Gästen gefeiert. Dabei werden Dr. Dietrich Plewa, Achim Machauer und Egon Zimmerer, allesamt Inhaber des 'Goldenen Reitabzeichens', für ihre herausragenden sportlichen Erfolge ausgezeichnet. Albert Amann präsentiert die sportliche Bilanz mit zahlreichen Landesmeistertiteln und insgesamt 3.300 Siegen bis zur Klasse S und über 14.000 Platzierungen der Wiesentaler Aktiven in den vergangenen 50 Jahren.

2005

Der Einritt zum Spring-Rasenplatz wird auf die Mitte der langen Seite verlegt; außerdem wird der Durchgang zwischen Platz und Gaststätte verbreitert. Stargast beim Sommerturnier ist Weltcup-Sieger Hugo Simon, der auch den 'Großen Preis' gewinnt.
2006  'Land unter' beim Turnier im August - SB fällt wegen Dauerregens aus 
2008  Im Juni beginnt die größte Baumaßnahme in der Geschichte des RVW: auf dem Abreiteplatz am Waldrand entsteht eine neue Halle mit einer Reitfläche von 20 x 40 Metern, die hauptsächlich für den Schulbetrieb und bei Turnieren als Vorbereitungshalle genutzt werden soll (Fertigstellung Dez. 08). Ab September wird die alte Reithalle neben der Gaststätte abgerissen und es ensteht ein Neubau mit einer Reitfläche von 32 x 66 Metern, der erstmals beim Hallenturnier 2009 an Ostern zum Einsatz kommt.       
  Rainer Bub     -TOP-

 

 

 

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